Der erste Urlaub mit Baby – Urlaubsbericht Part 2

Der zweite Teil zum Urlaubsbericht. Wie der Urlaub mit Baby tatsächlich war und was sich alles verändert hat, könnt ihr hier nachlesen.


Im ersten Teil meines Urlaubsberichts habe ich ein paar Fakten mit euch geteilt, nun kommen wir aber zu der ganzen Story…

Wie war der erste Urlaub mit Baby?

Fangen wir einmal mit unserem Zwischenstop in Zagreb an. Wir kamen nach einer 5,5 stündigen Autofahrt (ja, so lange braucht man mit Baby-Pausen) in Zagreb an und es lief zunächst super. Wir waren draussen im Garten und grillten mit unserer Familie. Da meine Cousine auch schwanger war, gab es viel zum Feiern. Eine Freundin, die vor einem Monat ein kleines Mädchen zur Welt gebracht hat, kam auch dazu. Wir tauschten uns aus, verschlangen ein paar gegrillte Cevapcicis und alles war super – wie in einer Filmszene. Ein paar Stunden später sieht man mich in diesem Film jedoch mit Olivia im Arm, sie schreit, ich in Panik, Schweissausbruch.

Es war ziemlich heiß an diesem Tag und Olivia bekam ganz viele neue Gesichter zu sehen. Natürlich wollten alle mit ihr spielen und sie belustigen. So lustig fand sie das dann später nicht mehr. Meiner kleinen Maus war das alles zu viel und sie war den ganzen Abend richtig mies drauf. Zuerst wollte sie nicht getragen werden, dann lachte sie, dann weinte sie wieder, dann wollte sie wieder nur noch in meine Arme. So ging das den ganzen Abend bis sie irgendwann fest einschlief. Ich war fix und fertig und konnte in dieser Zeit mit garkeinem mehr quatschen oder mir das Hochzeitsvideo von meiner Cousine anschauen. Welcome to #MomLife!

Rovinj

Am nächsten Morgen war ich ganz verzweifelt und dachte mir, wenn der ganze Urlaub so abläuft, dann fahren wir lieber heim. Da kennt sie alles und dort fühlt sie sich wohl und da gibt’s dann nicht solche Schreikrämpfe wie am Abend zuvor. Wenn Olivia weint, weine ich innerlich mit. So etwas kommt dann einfach wenn man Mutti ist. Dann kam noch dazu, dass es bei der Ankunft in Rovinj so stark regnete, dass ich dann auch fast einen Heulkrampf bekam. Na super, Baby schlecht drauf (=ich schlecht drauf) und dann noch Regen. So startet man doch gern in den Urlaub!

Als wir im  Hotel eincheckten und die Sonne rauskam war ich wieder happy. Olivia war gut drauf und so blieb es den ganzen Urlaub. Sie lachte und brabbelte den ganzen Tag vor sich hin und alleine das, hat mir sooo viel Kraft geschenkt. Da haben wir dann wieder die gleiche Situation wie beim Weinen – nur eben das Gegenteil. Wenn sie lacht, da blühe ich innerlich so auf, ich könnte vor Freude explodieren. Den ganzen Urlaub lang war sie so entspannt, als hätte sie in Zagreb alles „rausgelassen“ um dann die ganze Woche lang das bravste Baby auf diesem Planeten zu sein. Ich will ja nicht prahlen, aber es war wirklich so. Wir konnten jeden Abend schön Essen gehen, da sie entweder schlief oder sich mit ihrem Plüsch-Delfin im Kinderwagen beschäftigte. Das Timing war jedes Mal perfekt.

Unser 3. Hochzeitstag & Olivias 3. Monats „Geburtstag“ fielen auf den gleichen Tag und es war perfekt. Wir, als kleine Familie. Ich bin so stolz auf Olivia und die glücklichste Frau mit Paul an meiner Seite. Er kümmert sich so gut um seine kleine Prinzessin und hilft mir wo er auch kann.

Was war anders?

Auch wenn es wunderschön war, der Urlaub mit Baby ist trotzdem anders. Statt einem Sonnenplätzchen und gebräunter Haut gibt es einen Platz im Schatten und nur dezente Bräune. Statt herumliegen und nichts tun, schaut man die ganze Zeit (natürlich auch wenn sie schläft) ob alles in Ordnung ist. Die Sonnenliege wird zum Still- und Wickel-Platz umgewandelt. Gemeinsam in den Pool oder ins Meer geht auch nicht, da gab es immer einen „Schichtwechsel“. Einmal kann ich ins Wasser, einmal Paul. Man denkt an sehr viele Sachen, an die man vorher nicht gedacht hat. Vorher ging es auch lockerer in den Urlaub, ohne nachzudenken, wie, wann und was passiert, nun gehört alles gut durchdacht. Ein paar Hot-Spots, die ich in Rovinj sehen wollte, konnten wir uns leider nicht anschauen, da man mit Kinderwagen nicht hinkommt, da 100.000 Treppen im Weg standen.

Nichts desto trotz klappte es super und wir konnten zu Dritt den Urlaub genießen. Als ich am letzten Tag über die Woche nachdachte, war ich erstaunt, dass ich mich WIRKLICH entspannen konnte. Den ersten Urlaub mit Baby werde ich schön in Erinnerung behalten. Ich muss ehrlich sein, das hätte ich mir nicht gedacht! Ich hätte mir das vieeeel anstrengender vorgestellt. Was ich auch nicht glauben konnte: ich habe sogar ein ganzes Buch in dieser Woche gelesen 😀

Die Heimreise

Tja, wie soll es denn auch anders sein, bei der Rückfahrt musste ja noch etwas passieren. Kann ja nicht alles perfekt ablaufen 😉 Wir checkten aus, fuhren aus Rovinj raus und standen direkt im Stau. In einem Stau bei dem einfach nichts weiterging. Ganze 70km fuhren wir in 6 Stunden ab. Unglaublich, oder? Zuerst kam die Maut – Stau, dann kam der Grenzübergang – Stau. Da Nichts weiterging, konnte ich Olivia in den Armen halten. Es ist ja nicht gut für die Kleinen, wenn sie zu lange in der Babyschale liegen. Am Ende des Tages hatten wir ganze 12 Stunden im Stau verbracht – und das mit Baby! Schrecklich, so etwas haben wir nicht einmal ohne Olivia erlebt und genau mit ihr muss das passieren.

In dieser Situation war ich so dankbar, dass ich stillen kann. Deshalb an alle die nicht stillen: Nehmt euch bei jeder Auto-Reise gaaaaaanz viel Babywasser in der Thermoskanne mit und genug Pre-Nahrung! Man weiß nie!

Nachdem wir endlich in Österreich waren und es schon 23 Uhr war, mussten wir einen Zwischenstop machen. Weitere 3 Stunden hätten wir nicht ausgehalten. Olivia war bis zum Ende unserer Fahrt ziemlich gut drauf (Gott sei Dank!) und hat erst kurz bevor wir dann einen Zwischenstop in Villach machten, nicht einmal geweint. Wir checkten in einem Hotel ein und sie schlief sofort ein – wir auch. Wir waren alle fix und fertig.

Am nächsten Tag ging es nach dem Frühstück heim. Trotz des schrecklichen Staus ging es uns am Ende gut und wir waren einfach nur froh, dass wir das Ganze endlich hinter uns hatten.

Wie ihr seht, hatten wir Höhen und Tiefen. Für mich zählen nur die positiven Sachen, denn diese werde ich für immer in Erinnerung behalten ♥

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