40 Wochen schwanger

Das ich jemals in meinem Leben so ungeduldig und dauernervös sein werde, hätte ich mir nie gedacht… 


Normalerweise bin ich diejenige, die zu ihren Freunden sagt „ach Mensch, beruhig dich, alles wird gut – immer positiv denken..“. Tja, derzeit kann man mich aber mit solchen Sätzen auch nicht mehr beruhigen. Wahrscheinlich lässt genau diese Nervosität meine Kleine noch länger drinnen bleiben, aber ich besitze leider keinen ON-OFF-Knopf.

Seitdem wir vor ca. einem Monat in Zagreb waren, sind die Krankenhaustaschen gepackt. Damals hatte ich ja ein bisschen Angst, dass die kleine viel zu früh kommt und ich in einem anderen Land entbinden muss. Nachdem wir wieder zurück waren, war diese Angst sofort verflogen und ich konnte wieder in meinen Preggo-Alltag zurück.

Was ich mache?

Da mein Babygirl selber entscheidet, wann sie kommt und die Wahrscheinlichkeit, dass sie früher kommt auch nicht so gering ist, bin ich seit 2 Wochen nur noch am Warten. Ich lenke mich zwar ab und bin noch immer fleißig unterwegs, jedoch habe ich immer nur einen Gedanken im Kopf: WANN KOMMT SIE? Ein paar haben mir geschrieben, dass sie die letzten Wochen nur noch zuhause waren und es für sie auch die schlimmste Zeit war. Aber Zuhause sitzen? NO WAY! Gott sei Dank geht es mir – an manchen Tagen – immer noch gut und solange es geht, lasse ich die Zeit draussen verstreichen oder gehe Shoppen. Ja, leider shoppen. Sachen, die ich mir die ganze Schwangerschaft nicht kaufen konnte, werden halt eben jetzt gekauft. Natürlich alles stillfreundlich (meine liebste Ausrede).

Wie ich mich körperlich fühle?

An manchen Tagen wache ich auf und habe Kraft ende nie und will gleich etwas Neues machen, an anderen Tagen kriegt man mich nicht aus dem Bett raus. Da es fast wie ein Lotto-6er ist, die richtige Schlafposition zu finden, ohne dass der Oberschenkel einschläft oder das Sodbrennen aufhört, gibt es schreckliche, schlaflose Nächte. Da wird dann eben der Schlaf am Tag nachgeholt und danach bin ich meistens noch kaputter. Aber hey, Hauptsache die Zeit vergeht – egal wie!

Mein Bauch ist schon so riesig, er nervt mich schon langsam. Ich weiß, viele sagen, dass man ihn nach der Schwangerschaft vermissen wird, was vielleicht bei mir dann auch der Fall sein mag, aber derzeit mag ich ihn gar nicht. Er steht einfach nur noch im Weg (haha!) und ich kann nur noch eine Hose anziehen. Gut, dass es die nächsten Tage warm wird und ich meine Kleider tragen kann.

Schuhe? Sind auch so eine Sache. Ich habe ca 3 Paar, die ich tragen kann, bei allen anderen wird’s eng. Manche Sneaker muss ich mir auf meinem linken Fuß, der immer mehr angeschwollen ist, so weit aufschnürren, dass sie aussehen wie Skaterschuhe – Paul und ich haben so viel zum Lachen. Er nennt mich auch manchmal ganz lieb Swollie 🙂 . Meine geliebten Dior Slingbacks schaue ich mir jeden Tag an und freu mich schon, wenn ich sie wieder anziehen kann und meine Füße wieder normal sind und ohne Wassereinlagerungen, die ich seit Zagreb habe.

Babygirl, where are you?

Mittlerweile sind wir schon bei SSW40, Tag 2 und ich glaube, dass ich schon eine Wehe gespürt habe. Ein Stich in der Gebärmutter, der sich jedoch nicht wiederholte. Eine Vorwehe? Hilfe! Ich bin mir so unsicher, was das betrifft. Meine Gedanken drehen sich nur darum, ob ich vielleicht eine von denen bin, die die Wehen vorher nicht spüren und ich mein Kind einfach irgendwo zur Welt bringe (ja, das war z.B. einer von vielen Albträumen, die ich in letzter Zeit habe).

Der „vorhergesagte“ Entbindungstermin wäre am 25.05. gewesen, jedoch passierte genau an diesem Tag gar nichts. Ich fühlte mich wie immer, es war sogar ein richtig guter Tag. Da eins von meinen derzeitigen Lieblingshobbys googeln ist, habe ich auch gegoogelt wie viele Babys am vorhergesagten Termin kommen. Und wisst ihr was? Es sind NUR 9%! Glaubt man gar nicht oder?

Was mich noch beschäftigt ist, wann meine Fruchtblase platzen wird. Egal was ich mache, wo ich bin, wo ich stehe und wo ich sitze denk’ ich mir: „Boah, stell dir vor deine Fruchtblase platzt jetzt!“ Wo ich nicht will das meine Fruchtblase platzt: im Auto, im Bett und ich wette, genau dort wird es aber dann wahrscheinlich passieren 🙂 Wusstet ihr das NUR bei 20% der Frauen die Fruchtblase vorher platzt? Ich nicht!

Was ich mir wünsche?

Das mein Mädchen gesund zur Welt kommt, das Wichtigste eben. Alles andere wird dann nebensächlich, wenn man genauer darüber nachdenkt. Ich bin schon so gespannt, wie sie aussehen wird. Sieht sie Paul oder mir ähnlicher? Ich möchte die Zeit am Anfang mit ihr einfach genießen und ihr dabei zuschauen wie sie wächst und sich entwickelt. Ich will sie endlich in meinen Händen halten und hoffe, dass ich eine gute Mutti werde. Ich weiß, Nobodys perfect, aber man will es doch eben versuchen.

So, das war nunmehr der letzte Schwangerschaftsbeitrag, den ihr lesen werdet. Vielleicht kommt sie ja heute, dann wird es irgendwann in nächster Zeit, falls ich Zeit und Lust dafür finde, auch einen kleinen Beitrag dazu geben.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende und begebe mich später zum Streetfoodmarket, damit die Zeit vergeht 🙂